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Absolvierte 1940 das Studium an der Fakultät für türkische Sprache und Literatur an der Universität Istanbul. Seine Karriere als Literaturlehrer hat er in Kars begonnen und in Zonguldak weitergeführt (1940-1943). Nach Beendigung seines Militärdienstes 1945 wurde er in Istanbul Lehrer am Kabataþ Gymnasium, wo er früher auch studiert und Abitur gemacht hatte. Hier arbeitete er 15 Jahre lang. 1960 wurde er an das Pädagogische Institut Istanbul berufen, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1972 als Lehrer der türkischen Sprache und Literatur tätig war.
Necatigils Interesse für die deutsche Sprache und Literatur begann in der Mittelschule. Während seines Studiums an der Universität Istanbul hat er auch als “Gaststudent” Vorlesungen an der Fakultät zur deutschen Philologie besucht. Im Sommer 1937 war er im Rahmen eines Studentenaustauschprogramms für drei Monate nach Deutschland gekommen. Einige Jahre später, während seiner Tätigkeit am Kabataþ Gymnasium, schrieb er sich für ein zweites Studium der Fachrichtung deutsche Philologie an der Istanbul Universität ein, das er jedoch unter der Belastung seines Berufes abbrechen musste. Im Sommer 1972 kam er mit einem Stipendium des DAAD aufgrund seiner Verdienste um die deutsche Literatur in der Türkei zum zweiten Mal nach Deutschland. Bis zu seinem Tod pflegte er seine Beziehungen zur deutschen Literatur durch zahlreiche literarische Übersetzungen aus dem Deutschen. Sein Name ist auch mit einigen viel beachteten Nachschlagwerken verbunden, wie “Namenslexikon unserer Literatur”, “Werkelexikon unserer Literatur”, etc. Sein erstes Gedicht wurde im Oktober 1935 in der Zeitschrift Varlýk veröffentlicht. Er hatte gerade sein Studium begonnen. In seinem Lexikon beschrieb er sich selbst folgendermaßen: “Als Dichter von über 40 Jahren hat er in seinen Gedichten das Leben des einfachen Bürgers von Geburt bis zum Tod, sein Lebensdreieck von Heim – Familie – näheres Umfeld in seiner reellen und phantasievollen Lebensweise zu schildern versucht. Obwohl er aufgrund seiner Erneuerungen der lyrischen Form in seinen Gedichten manchmal kritisiert wurde, ist er im allgemeinen von den Kritikern als ein zielbewusster und in seiner selbst geschaffenen Welt lebender Dichter bezeichnet worden.” Necatigil bekam 2 Lyrikpreise in der Türkei (Yeditepe Lyrik-Preis 1957 und Lyrik-Preis der türkischen Sprachgesellschaft 1964). Seine Familien richtete nach seinem Tod einen Lyrik-Preis ein (1980).
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